Das vorliegende Projekt wurde über einem Rotschwanz-Nest eingebaut um dort die Vögel bei der Brut zu beobachten.
Zur Zeit ist die Cam bereits in Betrieb, es gibt aber noch zeitweise Pobleme mit der Internetverbindung.
Die Cam, die auf einem Raspberry Pi 3 und einer PiNoir Cam basiert, sendet über einen 3G-USB Stick (Huawei E173) die Daten an den Server. Ein USB Stick dient zum Zwischenspeichern der Daten, falls die Internetverbindung nicht verfügbar ist. Da das Nest nicht genügend vom Tageslicht ausgeleuchtet wird, ist neben der Kamera ein Infrarot-Strahler eingebaut. Raspberry Pi und Stromversorgung sind in einem Hutschienen-Verteilerkasten eingebaut:
Photo: (von L. nach. R.)
-Raspberry Pi 3 mit 16 GB Mikro-SD Karte
-Meanwell Stromversorgung 5V für Raspi
-Meanwell Stromversorgung 12V für Infrarot-Strahler
-230V Anschluss mfür USB Hub Netzteil

Da das IR-Modul relatif viel Strom verbraucht, wird es nur beim Fotographieren über den GPIO Interface und Relaisplatine (mit Optokoppler zur galvanischen Trennung) eingeschaltet und danach wieder ausgeschaltet. Die Steuerung läuft als bash Skript mit raspistill und wird als Cronjob alle 5 Minuten auf den Webserver hochgeladen.

Der Huawei L173 G3 Stick sorgt für eine Verbindung mit dem 3G Mobilfunknetz. Anfängliche Problem mit der Datenübertragung führten zu mehreren Aenderungen in der Konfiguration. Problem blieb immer die Verbindung über mehrere Minuten aufrecht zur erhalten. Zur Zeit wird nach der Fotoaufnahme die Verbindung neu aufgebaut, das Bild auf den Webserver hochgeladen und die Verbindung wieder unterbrochen. Der Stick ist zwingenderweise über einen USB Hub (LogiLink) mit dem Raspi verbunden, da bei der 3G Verbindung der Huawei recht viel Strom verbraucht, den der USB-Port des Raspi nicht liefern kann. Der L173 wird über die Hilfsskripte Sakis3g konfiguriert und gesteuert.
Obwohl unter dieser Konstellation die Daten zuverlässig übertragen wurden, klappte nach einigen Tagen der Verbindungaufbau nicht mehr und auch ein Neustart des Raspberry Pi konnte das Problem nicht mehr beheben: Die ganze Elektronik musste vom Strom getrennt werden und neu gestartet werden. Zur Zeit wird der Raspberry daher kurz vor Mitternacht heruntergefahren; danach trennt eine Schaltuhr die gesamte Elektronik vom Stromnetz und startet sie nach einigen Minuten neu.
Seither hat es keine Aussetzer mehr gegeben.
Hier können Sie Einblick in die Kinderstube nehmen